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Die staatliche Rente – eine magere Ente

30. Januar 2011 | Altersvorsorge

In Deutschland sollten sich alle Menschen aktiv um ihre Altersvorsorge kümmern – vor allem um die, die staatlich unterstützt wird.

In Deutschland ist die private Altersvorsorge freiwillig. Es gibt auch keine Verpflichtung die staatliche Förderung zu beanspruchen. Auch das Aussetzen der Beiträge zur privaten Altersvorsorge ist ohne Verluste möglich, falls zwischendurch mal weniger Geld verdient werden sollte.

Für Eheleute gilt, dass sich jeder Ehepartner einen eigenen Versorgungsanspruch mit der staatlichen Förderung aufbauen kann. Im Todesfall vor dem Rentenalter ist es sogar gut verheiratet zu sein, denn sonstige Angehörige können nichts erben. Die staatlichen Förderungen belaufen sich auf 185 € und zusätzlich bis zu 300 € für jedes Kind, das Kindergeld bezieht.

Unter einigen Voraussetzungen werden Vergünstigungen auch für Aufwendungen zur betrieblichen Altersvorsorge gewährt, z.B. im Rahmen der Einzahlung von Direktversicherungen, Pensionskassen oder Pensionsfonds. Außer bei der Direktversicherung gibt es noch die Möglichkeit, sozialabgabenfreie Zahlungen aus dem Bruttoentgelt zu leisten.

Wer nach dem 31.12. 1982 geboren und vor dem 25. Geburtstag beginnt in die Riester-Rente einzuzahlen erhält eine zusätzliche Prämie von 200 € für Berufseinsteiger. Die Beiträge für die Altersversorgung können alternativ auch als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Das Finanzamt prüft selbstständig, ob dies für den Steuerpflichtigen günstiger ist, als die Zulagen selbst. Für jeden Vertrag sind seit Januar 2008 bis zu 2.100 € absetzbar. Im Falle von Arbeitslosigkeit und des Bedarfs von ALG II oder von Hartz IV bleibt der Riester Vertrag davon unberührt.

Ein Nachteil sind die relativ hohen Abschlusskosten, denn diese gilt es für den Sparer in den ersten fünf Jahren der Vertragslaufzeit zu zahlen. Ein frühzeitiger Ausstieg aus dem Vertrag oder eine Minderung der vereinbarten Beträge wird dadurch sehr teuer. Empfohlen wird die Riester-Rente für 40- bis 50-Jährige, die sich nicht ständig um die Altersvorsorge kümmern möchten und die sicher sind, die vereinbarten Raten über die gesamte Laufzeit des Vertrages leisten zu können.

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